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Leil Leil ist männlich
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Der andere Hengst musterte Leil immer noch, aber es war nicht mehr so schlimm wie vorher. Leil folgte seinen Blicken zu der Richtung in der die Herde stehen musste.

Die schwarzen Ohren von leil vernahmen die Stimme des Hengstes, der sich mit Bouznika vorstellte, und er nickte. "Freut mich dich kenne zu lernen Bouznika. Ja ich bin neu hier. Neu und habe anscheinend schon wieder genug Schade angerichtet um zu gehen", kam es etwas leise von Leil zurück. Seine Gedanke nwanderten wieder zurück zu Kaze. Ihre Wärme und ihre Stimme fehlten ihm, aber wahrscheinlich würde sie ihn nie wiedre sehen wollen.

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Where is the wonder, where´s the awe? Where are the sleepless nights I used to life for? Far before the years take me, I wish to see the lost in me.
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26.03.2013 15:49 Leil ist offline Beiträge von Leil suchen Nehmen Sie Leil in Ihre Freundesliste auf
Bouznika Bouznika ist männlich
Midnight is where day begins




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Mein Kopf neigte sich unweigerlich schief, der Hengst wurde immer sonderbarer. Unwissend ob ich bleiben, oder lieber gehen sollte spielten meine Ohren in alle Richtungen. Um Stuten konnte ich mich bei Leibe gut kümmern, wie ich festgestellt hatte, aber Hengste?
In meiner Vorstellung kam ich mir sonderbar unbeholfen vor als tröstende Schulter für jemanden mit Schwanz und Eiern.
" Leil..", wiederholte ich seinen Namen halblaut, ließ meinen Blick erneut über seinen nachtschwarzen Körper gleiten, blähte die Nüstern und witterte beiläufig. Was hätte er denn schon für Schaden anrichten können? Er war nicht kräftig genug um jemanden zu Schaden, oder irrte ich mich so schwerwiegend.
" Oh.. nun...", ich kam mir nun tatsächlich unbeholfen vor. Unwissend ob ich bleiben oder gehen sollte verharrte ich noch kurz, ehe mir die aufgenommenen Gerüche aus seiner Richtung in den Nüstern auffiehlen. Der seine, der deutlich überwog da er ja direkt vor mir stand, war mir fremd, aber da war noch etwas, was mich an jemanden erinnerte, eine flüchtige nächtliche Bekanntschaft, nicht allzu weit zurückliegend. Kaze. Nun wurde die ganze Sache interessant. Der Duft der noch teilweise an seinem Körper anhaftete war Rosse, ohne Frage, wenn er auch ziemlich schwach war, sowas konnte eine Hengstnase nicht einfach übergehen." Was hast du denn angerichtet?", fragte ich nun aufmerksam, wobei ich mir das Szenario schon vorstellen konnte. Wahrscheinlich war die Weisse tatsächlich den Weg zu den Feuerschweifen zu Ende gegangen, wie sie es mir prophezeit hatte und wurde wohl während ihrer Rosse von dem Rappen vor mir überrascht. Dieses Lied wurde schon oft gesungen aber ich war immer wieder neugierig, wie es enden würde.

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26.03.2013 16:02 Bouznika ist offline Email an Bouznika senden Beiträge von Bouznika suchen Nehmen Sie Bouznika in Ihre Freundesliste auf
Leil Leil ist männlich
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" Was hast du denn angerichtet?" Dieser Staz riss alte Wunden wieder auf und leil schloss die Augen, ganz so als ob er alles einfach so vergessen könnte, aber dem war nicht so.

"Ich..., ich hab eine Stute getroffen wor ein paar Tagen. Kaze war ihr Name. Wir sind uns näher gekommen, vielleicht etwas zu nahe. Auf jeden Fall hofft eich sie als Partnerin gewinnen zu können aber dann kam ihre doofe Rosse ins Spiel. Wir hatten vorher ausführlich über das Thema Fohlen und alles geredet und hatte nausgemacht zu warten. Ich war mit Kaze bei den Wasserfällen und da bin ich ihr scheinbar zu nahe gekommen. Sie ist ausgerastet und wir haben uns gestritten und nun ist sie weg. Ach Bouznika, ich weiß einfach nicht mehr weiter. Warum muss immer alles so schlecht sein bei mir. Es ist fas so als ob jeamnd da oben was dagegen hätte, dass ich glücklich werde", sprudelte es aud Leil heraus und am ende seiner Erzählung schaute er schon fast zornig zum Himmel, ganz so als wollte er jemanden drohen.

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26.03.2013 16:19 Leil ist offline Beiträge von Leil suchen Nehmen Sie Leil in Ihre Freundesliste auf
Bouznika Bouznika ist männlich
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Trotz meiner weniger ausgeprägten gefühlvollen Seite gegenüber Hengsten, war es unübersehbar wie verletzt der Rappe vor mir war. Er wirkte wie ein kleines Häufchen Elend, das man nur sachte anstubsen musste, um eine Implosion sonders Gleichen zu provozieren."hm..", gab ich nur knapp nach einer gefühlten Ewigkeit voll Schweigen von mir, während ich mich redlich schwer tat, den Schwall an Kummer und Sorgen Leil's zu verdauen. Das war weitgreifender als ich gedacht hatte, aber am Ende konnte ich mir ein tiefes Lachen nicht verkneifen. Sowas. Da hatte er sich also nicht zusammenreissen können. Gut, mir wäre wohl in der gleichen Situation schwer geworden mich gegen den betörenden Duft einer Stute zu wehren, noch dazu wenn sie in einem attraktiven Alter und nicht gerade hässllich war, aber wäre dies eine ernsthafte Beziehung gewesen, hätte ich mich zusammengerissen und wäre meinen Standpunkten als Gentleman treu geblieben - so hatte ich mich ja auch bei meiner Begegnung mit Kaze verhalten. Ungläubig schüttelte ich den Kopf, ehe ich nahezu väterlich auf den jungen und scheinbar unerfahrenen Hengst herabsah." Eine Stute bedrängt man nicht und man hält sich an Abmachungen. Besonders während der Rosse..", sprach ich schließlich, ehe ich weitere Schritte von ihm fort tat, ehe ich wieder den Impuls verspürte, der mich zum hierbleiben zwang. Wieder blickte ich nach hinten und sah Leil nun genauer an." Hast du Kaze weh getan, Leil?", fragte ich streng, meine Stimme war ein tiefes, mahnendes Echo, ehe ich mich zu ihm umwandte und wieder zu ihm zurückkehrte, mich vor ihm aufbaute wie es ein erfahrener Hengst nunmal tat.
" Ich kenne Kaze und ich würde dich persönlich zur Rechenschaft ziehen, solltest du ihr weh getan haben!", sprach ich weiter, meine Augen ernsthaft auf den jungen Rappen gerichtet, der bereits den Himmel für sein Unglück verantwortlich zu machen schien. Ein schweres Seufzen blieb mir fast in der Kehle stecken, als ich das mitansehen musste." Gott kann für deine Taten nichts, also zieh ihn da nicht mit rein. Jeder ist seines Glückes Schmied, schonmal gehört?", meine Stimme behielt ihren mahnenden Klang bei. Auch wenn ich für den falschen Krieg geführt und gekämpft hatte, die Ehrfurcht vor dieser höheren Macht, vor Gott allein, war mir immer Schutz und Rettung zugleich gewesen, egal wie aussichtslos die Schlacht schien. Einige Narben lagen versteckt unter meinem spärlichen Winterfell die davon zeugten. Ein bisschen Gottvertrauen hätten dem Jungspunt vor meinen Hufen eindeutig nicht geschadet.

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26.03.2013 16:55 Bouznika ist offline Email an Bouznika senden Beiträge von Bouznika suchen Nehmen Sie Bouznika in Ihre Freundesliste auf
Leil Leil ist männlich
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Das lachen ,das über Bouznika´s Lippen kam verletzte Leil tief und er glaubte, als würde er alles noch einma lerleben, was er schon mal erlebt hatte. Vor seinem innere Auge tauchten die selben Erinnerungen auf, die er schon einmal erlebt hatte.

Als sich der Hengst zum gehen wandte, war es als ob man Leil den Boden unter den Füßen weg gezogen hätte. War Bouznika nur da um sich über ihn lustig zu machen? Gerade als Ärger in ihm aufsteigen wollte, sah der junge Schwarze wie der ältere Hengst sich umdrehte und mit strengem Blick auf ihn zukam. "Ne..,nein. I...ich hab ihr nicht weh getan, das könnte ich gar nicht", stammelte Leil und musste schlucken. Die Gardinenpredigt tat ihre Wirkung und sein Kopf senkte sich zu Boden. "Ich weiß, aber wer weiß, ob Kaze mich jemals wieder sehen möchte? Vielleicht bin ich nicht für Partnerschaften geschaffen", sagte Leil wieder ein wenig betrübt und malte sich sein Leben als Einzelgänger schon aus.

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26.03.2013 17:04 Leil ist offline Beiträge von Leil suchen Nehmen Sie Leil in Ihre Freundesliste auf
Bouznika Bouznika ist männlich
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Ich kam mir selten dämlich vor. War das Erziehung? Sollte so ein Gespräch einmal zwischen mir und meinem eigenen Sohn stattfinden? Zweifel kamen in mir auf. Wahrscheinlich wäre dies eines von unmöglichen Szenarien, die ich mir kaum vorstellen konnte. So etwas hoffte ich nie wieder tun zu müssen, mit Hengsten solche Diskussionen und Lehrstunden abzuhalten, käme mir bestimmt nicht noch einmal in den Sinn, Kazes Name hielt mich jedoch noch hier.
" Gut", kommentierte ich immerhin anerkennend nickend. Da hatte er doch schonmal etwas richtig gemacht. Warum die zwei sich letztendlich gezofft hatten, wusste ich jetzt ebenso wie das er ihr schonmal kein Haar gekrümmt hatte. Erleichterung machte sich in meinem Brustkorb breit." So wie ich Kaze kenne braucht sie einen starken Hengst an ihrer Seite der sie respektiert, beschützt aber auch ihr Wort für voll nimmt. Wahrscheinlich ist deine Angst also begründet, nehme ich an.", sprach ich weiter und schloss kurz überlegend die Augen." Vielleicht willst du es einfach zu sehr, Kleiner. Das kann Stuten verschrecken. Kaze ist ein liebes Ding mit einem tollen Körper. Du musst schon was bieten können", ein ungewolltes Schmunzeln kam auf meine Züge. Normal wäre diese Situation nicht so lustig gwesen, aus Leils Sicht war sie auch bestimmt nicht so amüsant wie aus meiner. Eine Stute vom Typ Kaze in die Büsche zu locken war nicht sonderlich schwer, okey, auch nicht easy. Die Umstände unserer gemeinsamen Reise hatten es so geschehen lassen, gut. Die wahre Kunst war es ein Stutenherz auf Dauer zu gewinnen. Zwischen Kaze und mir war der Sex eine einmalige Sache gewesen, auch, weil ich noch keine richtigen bindungsfördernde Gefühle für die junge Stute entwickelt hatte, was bei Rashida wiederum anders aussah. Es war einvernehmlich und abgehakt gewesen und ich hatte keine weiteren Scherereien mit einer desillusionierten Stute. Anders sah das jetzt mit Leil aus, der wohl vor den Scherben seines gebrochenen Herzens stand.

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26.03.2013 17:17 Bouznika ist offline Email an Bouznika senden Beiträge von Bouznika suchen Nehmen Sie Bouznika in Ihre Freundesliste auf
Jasiim Jasiim ist männlich
... Happy End ?


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Lange war ich weg. Weg von hier; geflüchtet auf leisen Sohlen wie ein Feigling, nur um danach reumütig mit gehifter, weisser Fahne zurückzukehren. Ich konnte es nicht. Ich wollte zu gern alles vergessen, verdrängen, was jemals geschehen war. Aber ich konnte es nicht. Zu tief und zu weit; mit jedem Strang und Faser meines Körpers wurde ich daran erinnert, dass all schönes und all neue Hoffnungen die ich geschöpft, erlebt hatte, hier an diesem Ort waren. Genauso wie Schmerz, Trauer und Zorn, die mich seit je begleitet hatten. Es waren nicht nur die vielen schönen und zauberhaften Mädchen, welche ich gerne an meine Seite vermocht, geliebt, und am Ende doch gehasst hatte. Es war einfach alles. Dies war meine Heimat - wie oft - hatte ich mich dagegen gewehrt und wollte kein einsehen haben? Doch nun wusste ich es. Und ich lächelte schwach, als ich am Sammelplatz innehielt, mich abseits dazu gesellte und viele bekannte Gesichter erblickte. Ich war wieder Zuhause. "Ich bin wieder da..", flüsterte ich kaum hörbar und seufzte.

Innerlich - mit jeder Regung meines Herzens und Daseins - hoffte ich, Evoly wiederzusehen.. es war an der Zeit vieles zu erklären.

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Ungebrochen

Manche Berge scheinen unüberwindlich
bis wir den ersten Schritt tun
und den Gipfel erklimmen .




H I M M E L H Ö L L E
« Sklave des Schicksals »
.

28.05.2013 19:54 Jasiim ist offline Email an Jasiim senden Beiträge von Jasiim suchen Nehmen Sie Jasiim in Ihre Freundesliste auf
Debussy
Plantschkuh




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Alter: *2007
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Spieler: Eike/Plays
Beziehungen: <3

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Die Zeit schien nur so einfach vergangen zu sein. Einfach dahin geflossen war sie, wie ein großer Fluss, hatte vieles mit sich genommen, was einem lieb und wichtig gewesen war. Freundschaften waren dahin gegangen ebenso, wie vieles andere, was einen bewegte, was einen aufbaute ebenso, wie das was einen nieder machte. Leben, es war nicht leicht, es war nicht unbeschwert.
Leben, das war das, was mich hier her gebracht hatte, was mich verändert hatte, was mich gezeichnet hatte, was mich verfolgte und das was mich niemals los ließ. Es gab Schatten der Vergangenheit, die einen immer wieder einholten, besonders dann, wenn man überzeugt davon war sie jetzt endlich hinter sich gelassen zu haben, dann gab es wieder etwas, dass einen zurück warf, dass einem zeigte, dass es eben nicht so war.
Auch wenn man nur ein kleines unbedeutendes Wesen war, ein dummes Pferd, manchmal bildete man sich dennoch ein wichtig zu sein, auch mal etwas zu dürfen, doch wenn man es dann wollte, dann wurde es einem wieder genommen.

Ich war nicht mehr jung, nicht mehr so naiv, wie ich es noch vor Jahren gewesen wäre, auch ich hatte dazu gelernt, hatte viele Lektionen gelernt, Probleme gehabt. Viele würden sagen die Probleme wären hausgemacht, dass ich doch selbst Schuld sei, an dem was ich war, an dem, wie es so gekommen war. Doch ich glaubte viel mehr daran, dass wir alle nur Spielball waren, dass es vielleicht Fügung war. Und ja, ich wollte daran glauben, denn ich konnte und wollte nach all den Jahren noch immer nicht akzeptieren, dass mein Vater der Hengst war, den ich kennen gelernt hatte. Ich wollte ihn nicht als das strenge und dominante Wesen annehmen, dass er war, denn ich wollte hinter dieser Fassade aus Abweisung und Macht einen zerbrechlichen Vater sehen, der nur das Beste für mich wollte. Ich wollte in ihm etwas sehen, was er nicht war, aber ich musste in ihm auch etwas sehen, dass er nicht war, denn nur so konnte ich ihn lieben. Man sollte seine Eltern doch lieben, oder?

Damit nicht genug, denn wäre es nur mein Vater gewesen, der mich in meinen Gedanken und Erinnerungen immer wieder heimsuchte, dann hätte ich damit leben können. Nein, es waren so viele andere, die ich in meinem Leben kennen gelernt hatte und die nun an mir vorbei gezogen waren. Anni, Setto, um nur zwei von ihnen zu nennen, die mich mehr geprägt hatten, als alle anderen. Setto, den ich immer wieder so erfolgreich abgeschüttelt hatte, den ich verdrängt hatte, nicht mehr an ihn dachte und dann mit einem Traum, mich allen wieder zurück warf. Galle, die in mir aufgestiegen, Tränen der Bitterkeit, weil man einfach nur benutzt wurde um dann weg geworfen zu werden.

Vor einem halben Jahr, Don war grade wieder zurück gekehrt, da hatte ich es beschlossen, da hatte ich es gewusst. Es musste sich etwas ändern. Ich musste etwas ändern. Ich musste raus aus dem ewigen Trott, ich musste fort, einen klaren Kopf fassen, ich musste mich ändern, damit ich weiter leben konnte. Ich musste vergangenes los lassen, ich musste endlich damit abschließen.
Doch als ich fort war, da hatte ich gemerkt, dass ich bis ans Ende der Welt hätte gehen können und dennoch immer wieder hätte mich die Vergangenheit eingeholt. Die Vergangenheit war ein Teil von mir, mit all seiner Facetten, ich musste, durfte und konnte das nicht länger Verdrängen, ich musste es endlich akzeptieren. Ich musste akzeptieren, was ich war, wer ich war und wie ich war, denn nur dann konnte ich es ändern.
Meine Reise öffnete mir in vielerlei Hinsicht die Augen, und so begann ich zu akzeptieren, dass ich Debussy war, dass mein Dad niemals der liebe Hengst sein würde, den ich mir immer zum Vater gewünscht hatte. Setto, wie sehr er auch mein Herz immer wieder zerfetzt hatte, verdammt ja, ich hatte dieses Arschloch geliebt, aber ich konnte auch endlich akzeptieren, dass er nichts weiter als ein verdammter Mistkerl war, ich malte nicht länger Blümchen um seine Bilder in meinem Kopf. Die hatte er einfach nicht verdient.
Ich war Debussy, zweifelsohne zu dick, und jetzt, da ich es endlich erkannte und akzeptierte, da ich mir nicht länger einredete, dass ich mich wirklich so wohl fühlte, da begann ich abzunehmen. Es war ein Kampf, noch lange nicht abgeschlossen, aber ich hatte den Anfang gemacht, und genau das, was alles was zählt.

Lächelnd trabte ich nun zurück, denn ich gehörte nicht irgendwo auf die Welt, ich war Debussy, ich gehörte in die Herde Feuerschweif.

Denn alles was zählte, war, dass ich wieder da war und dass ich wusste, dass ich genau hier hin gehörte.

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Stute - *2006 - viel zu dick

Einmal, nur ein einziges mal
möchte ich auch so schön sein!
Dann haben mich bestimmt auch all die anderen Tiere
einmal richtig lieb!




Man könnte es auch leichter haben, aber wer sagt denn,
dass das Leben immer leicht sein muss?


Eikes


Text aus "die Gesichte vom hässlichen Entlein"

23.11.2013 22:20 Debussy ist offline Email an Debussy senden Beiträge von Debussy suchen Nehmen Sie Debussy in Ihre Freundesliste auf
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